{"id":109,"date":"2025-07-26T11:13:54","date_gmt":"2025-07-26T09:13:54","guid":{"rendered":"https:\/\/news.juvenics.de\/?p=109"},"modified":"2025-08-03T11:17:51","modified_gmt":"2025-08-03T09:17:51","slug":"70-werden-mit-juvenics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.juvenics.de\/?p=109","title":{"rendered":"70 werden mit Juvenics"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Das Ich besitzt die mathematische Formel f\u00fcr das Leben eines Menschen. Um diese Formel zu entschl\u00fcsseln, braucht es eine seelische und geistige Reife, letztendlich auch eine Art von physischer Alterung. Etwa mit 70 Jahren sind wir so weit. Dann haben wir die physische Reife, die seelische Distanz und geistige Klarheit, um diese Lebensformel zu verstehen. Es ist in gro\u00dfen Teilen unsere ganze eigene Lebensformel. Niemand anderes besitzt exakt dasselbe Schema. In Kenntnis dieses Strickmusters k\u00f6nnen wir uns dar\u00fcber klar werden, wie das menschliche Ich unser pers\u00f6nlicher Baumeister werden konnte. Im Blickfeld stehen dabei allerdings keine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten von Zahlen und geometrischen Figuren, sondern das Erkennen biografischer Muster. Solche Muster bestehen aus Leitbildern, Sichtweisen und Standards. Sie bestehen aber auch aus Moral, Prinzipien und Willensimpulsen. In Kenntnis unserer Lebensformel mit etwa 70 Jahren sind wir in der Lage, unser Handeln mit 10, 20, 30, 40, 50 und 60 Jahren und in den Jahren dazwischen mit innerer, sich selbst tragender Gewissheit zu ergr\u00fcnden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br>Fragen, die wir mit 70 Jahren beantworten k\u00f6nnen, sind in etwa die folgenden: Welche unserer Entscheidungen hatte die gr\u00f6\u00dfte Wirkung auf unsere Biografie? Welches Ereignis hat mein Leben in au\u00dfergew\u00f6hnlicher Weise gepr\u00e4gt? Mit welchen Menschen kann ich mich identifizieren? Durch welche Pr\u00fcfungen bin ich gegangen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br>Am Anfang ist unser Ich in seinen personalen Bauprojekten noch intuitiv, aber dennoch schon hingeordnet auf unser Lebensziel. Dieses Lebensziel ist das der Freiheit, wobei es so viele verschiedene, biografische Wege zur Freiheit wie Menschen auf der Erde gibt. Freiheit ist immer ein \u201efrei\u201c sein von etwas Beschr\u00e4nkendem, Einengenden oder Unfreimachendem. Wie weit wir auf diesem Weg der Befreiung in dieser Inkarnation gekommen sind und welche Strecke uns bis zum Erreichen der Freiheit noch bevorsteht, das er\u00f6ffnet sich uns etwa mit 70, wenn wir nicht schon vorher Schritte in die Erkenntnis mit einer Antwort gegangen sind. W\u00e4re das Leben eine selbsterbaute Br\u00fccke, welche die Lasten von uns selbst zu tragen hat, aber auch die Gewichte von Menschen, Tieren und Fuhrwerken, so w\u00e4re unser Ich der Baumeister dieser Br\u00fccke. Aus fr\u00fcheren Leben bringt das Ich die Erfahrung beim Planen und Errichten von Lebensformeln mit. Es soll niemand glauben, dass er ohne eine solche Vorbereitung, die in fr\u00fchere Inkarnationen zur\u00fcckreicht, sein heutiges Lebensgeschehen bew\u00e4ltigen k\u00f6nnte. Kein Neugeborenes f\u00e4ngt mit einer Null an. Jedes Kind hat schon ein beachtliches Habenkonto, das es mit auf die Welt bringt. Doch nichtdestotrotz stehen wir mit jeder neuen Geburt vor der Aufgabe, uns auf die Schwerkraft der Erde einzulassen, dem Leben auf der Erde etwas abzugewinnen, uns moralisch zu reinigen, den Einfluss der Sterne und Planeten zu respektieren und neue F\u00e4higkeiten zu erlernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br>Insofern gleicht unser Ich einem Baumeister aus dem Mittelalter. Er besa\u00df einen Vorrat an Kenntnissen. Was ihm durch Erfahrung und Intuition zukam, gab seinen Bauwerken die Grundlage. Mathematische Kenntnisse standen ihm meist nicht zur Verf\u00fcgung. Erst die Architekten der Neuzeit haben die mathematischen Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die mittelalterlichen Bauwerke nachgeliefert. F\u00fcr die Architekten von heute ist es oft ein R\u00e4tsel, wie ihre Kollegen aus fr\u00fcheren Jahrhunderten zu ihren L\u00f6sungen gekommen sind. Die Jungen h\u00e4tten es sich erst gar nicht getraut, so gro\u00df und so wagemutig zu bauen wie die Alten. Um so mehr k\u00f6nnen die Architekten von heute stolz sein auf ihre damaligen Berufskollegen. So wie Kopernikus im fernen Frauenburg umgekehrt stolz sein konnte auf den noch jungen Mathematiker Georg Joachim Rheticus aus N\u00fcrnberg. Denn dieser besuchte Kopernikus mit dem Ansinnen, ihm seine astronomischen Annahmen mathematisch zu beweisen, was auch gelang. Rheticus sorgte au\u00dferdem daf\u00fcr, dass die Schriften von Kopernikus den Weg in die N\u00fcrnberger Druckereien fanden, um publiziert zu werden. Diese Schriften hatten nicht weniger zum Inhalt, als die wissenschaftliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr das heliozentrische Weltbild, wie es nach Kopernikus Galileo Galilei vertrat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br>Genauso k\u00f6nnen wir heute mit 70 Jahren stolz darauf sein, was das eigene Ich an Lebensformel geschaffen hat, angefangen von der Kindheit, in der Jugend und in den Jahren der jungen Erwachsenseins. Aber auch sp\u00e4ter, mit 30, 40 oder 50 Jahren wurden geschaffen, womit das eigene Ich sich unseren Respekt verdient hat. Unter dem Einfluss unseres Ichs stand nicht nur das, was wir als Kind gelernt haben, sondern auch all das, womit wir in diesem fr\u00fchen Alter Freude am Leben hatten. Genauso wie das sp\u00e4tere Studium und die Wahl des Berufs, stets war das Ich als Architekt unseres Lebens beteiligt. Was unserem Ich wichtig war, zeigte sich auch in der Wahl unseres Partners und, von uns meist unerkannt, in den seelischen Regungen, in den Argumenten, ihrem Abw\u00e4gen und in den \u00dcberlegungen und Eingebungen, die wir unseren Entscheidungen zugrundegelegt haben. Auf dieselbe Weise begreifen wir erst im Nachhinein, was unser Ich an biografischen Mustern f\u00fcr uns und die Welt geschaffen hat. Erst mit 70 erlangen wir diese F\u00e4higkeit. Sie l\u00e4sst uns herausfinden, worin unsere eigene, biografische Formel besteht. Erst mithilfe des Musters dieser Formel k\u00f6nnen wir bewundernd feststellen, was es uns gebracht hat, so gelebt zu haben, wie wir bisher gelebt haben. Die biografischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, an denen all die Jahre unser Ich gearbeitet hat, lie\u00df uns frei werden von psychologischem Ballast und seelischem Ger\u00fcmpel. Es hat uns emporgehoben aus den Abgr\u00fcnden, die uns tagt\u00e4glich umgaben und weiterhin umgeben. Die Dankbarkeit, in all den Jahren vor dem Sumpf unz\u00e4hliger Gefahren gerettet worden zu sein, gilt in erster Linie unserem Ich.<br><br>Das Ich ist das biografische Gesetz, was und warum wir etwas tun. Es schafft die Muster, die unser Handeln leiten und die uns Aufschluss dar\u00fcber geben, warum wir in der Vergangenheit etwas so und nicht anders entschieden haben. Das Ich verbindet sich dabei aus der Gegenwart heraus mit seinem fr\u00fcheren Handeln. Insofern k\u00f6nnen wir unsere Gegenwart als unabgeschlossen betrachten. Indem wir die Vergangenheit verstehen, \u00f6ffnet sich uns die Gegenwart als etwas, das uns die Freiheit gibt, neu zu entscheiden, was und wie wir etwas tun wollen. Das Unabgeschlossene der Gegenwart besteht darin, immer wieder neu vor jeder Entscheidung auf unser Ich hinzuhorchen. Und immer wieder neu machen wir die Erfahrung, dass unser Ich uns freie Hand l\u00e4sst, uns so oder so zu entscheiden. Es engt uns nicht ein, so wie es uns in der Vergangenheit nie beeintr\u00e4chtigt hat. Teil seines zentralen Musters ist es, uns die Freiheit zu geben, die wir brauchen, um uns frei zu machen von allem beengenden, unreinen Ballast des Alltags. Dieser Freiheitsgewinn macht es uns leichter, heute mit 70 Jahren den Anteil unseres Ich und das Ich anderer am Geschehen der Gegenwart st\u00e4rker zu bemerken. Es best\u00e4tigt sich uns die biografische Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit, nach der jeder Mensch durch sein Ich die Chance erh\u00e4lt, sein Handeln frei zu bestimmen. Was das angeht, ergibt sich mit 70 ein st\u00e4rkerer Austausch mit uns selbst. Die Freiheit steigert sich mit dem Anstieg der Lebensjahre. Wenn wir 70 sind, tun wir kaum noch etwas, ohne unser Ich in eine Entscheidung einzubeziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br>Im R\u00fcckblick erkennen wir, wie bescheiden wir in der Knaben- und M\u00e4dchenzeit damit waren, Ich-bestimmt zu sein. In den Jahren zwischen 28 und 35 Jahren war der Ich-Anteil bedeutend gr\u00f6\u00dfer als noch mit 17 Jahren. Mit 40 gehen wir mit dem, was wir sind und tun, schon st\u00e4rker in Tuchf\u00fchlung als mit 28. Diese Abstufungen zu erkennen, f\u00e4llt uns leicht, wenn wir mit unserem 70-j\u00e4hrigen, unabh\u00e4ngigen Ich in die Ber\u00fchrung mit der damaligen Zeit gehen. Durch diese Erkenntnis erleben wir noch intensiver das Unabgeschlossene der Gegenwart. Denn nun erst wir wissen, an welchen biografischen Weggabelungen in der Vergangenheit wir den Weg in die Freiheit genommen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br>Der Mensch ist so beschaffen, dass er das, was er der Materie durch sein Handeln einpr\u00e4gt, erst dann richtig fassen kann, wenn er es als Ausfluss eines h\u00f6heren Willens verstehen gelernt hat. Mit dem Ich verf\u00fcgen wir \u00fcber diesen h\u00f6heren Willen. Es bildet ab, was wir tun, gibt aber auch Aufschluss dar\u00fcber, was wir nicht tun. Im R\u00fcckblick erscheint dann das Ganze wie ein Kunstwerk. Nicht der Verstand und auch nicht irgendwelche Begrifflichkeiten helfen uns, das damalige Geschehen zu verstehen, sondern einzig die Erkenntnis, unter der F\u00fchrung des eigenen Ichs gestanden zu haben. Erst heute, mit 70, k\u00f6nnen wir das, was mit uns geschehen ist, unserem Leben neutral einmengen, da wir es nunmehr geistig erleben. Dazu leben wir mit uns und unserer Vergangenheit in der Welt als Geist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><br>Wer oder was unsere Gegenwart auch immer zu einer abgeschlossenen Einheit verengen will, dr\u00e4ngt uns aus der Welt des Geistes heraus. Verlassen wir diese Welt des Geistes, bewegen wir uns auf die geschlossene Organisation eines Tieres zu. Hier zeigt sich: Das Tier ist in seiner Organisation vergleichsweise viel mehr abgeschlossen gegen\u00fcber der Umwelt als der Mensch. Aus diesem Grund kann der Mensch in einem h\u00f6heren Ma\u00df an der Au\u00dfenwelt teilnehmen. Jeglicher Abschottung sollten wir uns daher widersetzen. Es bedeutet eben kein Gl\u00fcck, keine Freiheit und keinen Frieden, wenn wir aufh\u00f6ren, unserem freien Zentrum biografisch zu folgen. Es bedeutet Freiheitsverlust, wenn wir unsere Sinne nicht mehr frei gebrauchen k\u00f6nnen. Und es meint eben das Gegenteil von Freiheit, wenn wir unsere Vergangenheit nicht mehr f\u00fcr eine neue Gegenwart aufschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ich besitzt die mathematische Formel f\u00fcr das Leben eines Menschen. Um diese Formel zu entschl\u00fcsseln, braucht es eine seelische und geistige Reife, letztendlich auch eine Art von physischer Alterung. Etwa mit 70 Jahren sind wir so weit. Dann haben wir die physische Reife, die seelische Distanz und geistige Klarheit, um diese Lebensformel zu verstehen. 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